Alle Beiträge
Alle Beiträge
Eine lebendige Zivilgesellschaft ist Ort des Zusammenhalts, des
Widerspruchs und der demokratischen Erneuerung. Welche Kraft entfalten zivilgesellschaftliches Engagement, soziale Bewegungen und neue Formen politischer Teilhabe heute? Wie verändern sie unsere Demokratie – und wo liegen ihre Möglichkeiten und Grenzen? Wie viel Macht hat die Zivilgesellschaft, Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen – und wovon hängt das ab? Und braucht es mehr formale Mitgestaltungsmöglichkeiten in den
demokratischen Strukturen?
Die Veranstaltung mit Swen Hutter (FU) fand am 10.06.2026 in der Stadtbibliothek Pankow statt.
Transformationen von Klassik-Institutionen: Was sind Stellschrauben für Veränderung?
Keynote von Alexander Keil und Dr. Julian Stahl im Rahmen des tuned Ideenfestival zur Zukunft der Klassik, Bochum.
Vom 10.-12. November 2025 fand das tuned Ideenfestival zur Zukunft der Klassik im Anneliese Brost Musikforum Ruhr in Bochum statt. Mehr als 300 Teilnehmende aus der Klassikszene waren dabei, darunter Leitungen von Festivals, Konzerthäusern, Orchestern und freien Ensembles, Komponistinnen, Dramaturgie, Kulturmanagement, sowie Vertreter aus Forschung, Hochschulen und Verbänden.
Keynote von Alexander Keil und Dr. Julian Stahl
Am: 11.11.2025
Ab: 16:30 – 18:00 Uhr
Ort: tuned Ideenfestival zur Zukunft der Klassik, Bochum
Vom 10.-12. November 2025 fand das tuned Ideenfestival zur Zukunft der Klassik im Anneliese Brost Musikforum Ruhr in Bochum statt. Mehr als 300 Teilnehmende aus der Klassikszene waren dabei, darunter Leitungen von Festivals, Konzerthäusern, Orchestern und freien Ensembles, Komponistinnen, Dramaturgie, Kulturmanagement, sowie Vertreter aus Forschung, Hochschulen und Verbänden.
Wie sieht die Zukunft der Klassik aus? Diese Frage stand drei Tage lang im Zentrum des bundesweiten Ideenfestivals. Über 50 nationale und internationale Kulturschaffende, Künstlerinnen und Wissenschaftler teilten ihr Wissen in Workshops, Impulsvorträgen, Diskussionsrunden und Kurzkonzerten. Das Ideenfestival richtete sich an alle, die Teil der Klassikszene sind, sei es als Konzertdramaturg, Kulturmanagerin, Veranstaltende, Musikerin oder Komponist.
Dabei ging es um zentrale Themenfelder des gegenwärtigen Musikschaffens. Wie klingen zeitgenössische Konzertprogramme? Wie können Institutionen und Ensembles auch in Zukunft erfolgreich arbeiten? Und welche Rolle spielt das Publikum? Das Ideenfestival gab Einblicke in Strategien, Projekte, aktuelle Debatten und Tools. Die Suche nach neuen Konzertdramaturgien und die Erweiterung des Klassikbegriffs wurden genauso diskutiert wie ein zeitgemäßer Umgang mit dem traditionellen Repertoire und dessen kritische Reflexion. Die Rolle von Konzertritualen und Publikumspartizipation wurden hinterfragt und in Workshops und Gesprächen wurden notwendige Kompetenzen zur Weiterentwicklung von Ensembles, Festivals und Konzerthäusern angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit erarbeitet. An beiden Abenden boten Kurzkonzerte Einblicke in aktuelle programmatische Entwicklungen.
Die Organisation Hochschule – Strukturen verstehen und Möglichkeiten für Veränderungen schaffen
Hochschulen sind komplexe soziale Systeme, die im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik (und Verwaltung) sowie Wirtschaft agieren. Sie sind verantwortlich für Lehre und Forschung aber auch für die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis. Diese Aufgaben unter den gegebenen Rahmenbedingungen zu erfüllen, stellt oft eine Herausforderung dar.
Workshop mit Alexander Keil & Phanmika Sua-Ngam-Iam bei der MöglichMacher-Fachtagung, LMU München
14. Juli 2026, 10:15 bis 11:45 Uhr
Hochschulen sind komplexe soziale Systeme, die im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik (und Verwaltung) sowie Wirtschaft agieren. Sie sind verantwortlich für Lehre und Forschung aber auch für die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis. Diese Aufgaben unter den gegebenen Rahmenbedingungen zu erfüllen, stellt oft eine Herausforderung dar. Im Workshop wird gemeinsam erarbeitet, wie dennoch Gestaltungsspielräume entstehen können. Zunächst wird dafür geklärt, welche externen und internen Anforderungen Hochschulen begegnen und mit welchen Strukturen sie darauf reagieren. Anschließend wird es darum gehen, anhand der Fälle der Teilnehmenden zu ergründen, wo Gestaltung typischerweise gelingt und wo nicht, sowie welche Hebel es gibt, um dennoch Einfluss darauf zu nehmen. Schließlich wird der Blick auf das Beispiel der Kunsthochschulen geworfen und geprüft, inwieweit die erarbeiteten Einsichten auf sie übertragbar sind – gemeinsam wird erkundet, welche Ausnahmen die Regel bestätigen, sodass gleichzeitig das Verständnis für die Funktionsweise (des Möglichmachens) von Hochschulen im Allgemeinen und von Kunsthochschulen im Spezifischen geschärft wird.
Denkraum Demokratie: „Die Jugend malt wieder Hakenkreuze“
Ein Gesprächsabend mit Manuela Müller
Hakenkreuze an Laternen, rechte Codes auf Kleidung, Reichskriegsflaggen im Kinderzimmer: Rechtsextreme Symbole und Einstellungen sind unter Jugendlichen wieder sichtbarer geworden. Was lange als Provokation, jugendliche Phase oder Randphänomen galt, entwickelt sich mancherorts zu einem Lifestyle – rechte Subkultur wird zunehmend anschlussfähig an den Alltag junger Menschen.
Ein Gesprächsabend mit Manuela Müller
wann: Mittwoch, 16. September 2026, 18:30 Uhr
wo: Janusz-Korczak-Bibliothek, Berliner Straße 120/121, 13187 Berlin-Pankow
Hakenkreuze an Laternen, rechte Codes auf Kleidung, Reichskriegsflaggen im Kinderzimmer: Rechtsextreme Symbole und Einstellungen sind unter Jugendlichen wieder sichtbarer geworden. Was lange als Provokation, jugendliche Phase oder Randphänomen galt, entwickelt sich mancherorts zu einem Lifestyle – rechte Subkultur wird zunehmend anschlussfähig an den Alltag junger Menschen.
Die Journalistin Manuela Müller beobachtet diese Entwicklung seit Jahren in Sachsen. In ihrem Buch „Die Jugend malt wieder Hakenkreuze“ spricht sie mit Jugendlichen, Eltern und Menschen aus ihrem Umfeld. Sie beschreibt, wie rechte Einstellungen entstehen, welche Rolle Gruppendruck, Einsamkeit und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit spielen – und wie schwer es für Familien, Schulen und Gesellschaft sein kann, darauf zu reagieren.
Was macht rechtsextreme Ideen für junge Menschen attraktiv? Wo endet Provokation, wo beginnt politische Radikalisierung? Welche Rolle spielen Freundeskreise, soziale Medien, familiäre Erfahrungen und das gesellschaftliche Klima? Und was können Eltern, Schulen, Zivilgesellschaft und Politik tun, wenn demokratische Werte an Selbstverständlichkeit verlieren?
Darüber möchten wir mit Manuela Müller diskutieren – und wie eine demokratische Gesellschaft dieser Dynamik begegnen kann.
Wir laden herzlich ein zu einem Abend des Austauschs und der Debatte.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Janusz-Korczak-Bibliothek, dem Buchlokal Pankow und von Borggräfe & Keil
Moderation: Borggräfe & Keil
Um Anmeldung unter
janusz-korczak-bibliothek@ba-pankow.berlin.de wird gebeten.
Wie führen wir Theater heute und welche Räume schaffen wir dadurch für Zukünftiges?
Die Debatte über Leitungsmodelle ist in vollem Gange: Intendanz, Co-Leitung, kollektive Strukturen. Doch hinter diesen Modellen steht eine grundlegendere Herausforderung: künstlerische Praxis unter Bedingungen wachsender Komplexität zu ermöglichen.
Keynote und Workshop-Leitung: Mirjam Hildbrand & Alexander Keil
Zeit: 28.05.2027, 13:30 bis 15:30 Uhr
Ort: Schweizer Theatretreffen, Théâtre Benno Besson, Rue du Casino 9, 1401 Yverdon-les-Bains
Wie führen wir Theater heute und welche Räume schaffen wir dadurch für Zukünftiges?
Die Debatte über Leitungsmodelle ist in vollem Gange: Intendanz, Co-Leitung, kollektive Strukturen. Doch hinter diesen Modellen steht eine grundlegendere Herausforderung: künstlerische Praxis unter Bedingungen wachsender Komplexität zu ermöglichen.
Denn die Realität hat sich verändert. Ob Stadttheater, freie Gruppe oder Festival: Leitungen stehen zunehmend unter Druck. Knapper werdende Ressourcen, steigende Erwartungen an Teilhabe und Diversität, neue Anforderungen an Zusammenarbeit und Arbeitsbedingungen. Leitung heisst heute nicht mehr nur programmatisch zu entscheiden, sondern kontinuierlich zu vermitteln, auszubalancieren und zu gestalten.
Die zentrale Aufgabe verschiebt sich: von der Entwicklung einer künstlerischen Handschrift hin zur Gestaltung von Organisationen, die gleichzeitig Raum für künstlerische Flexibilität schaffen und die notwendige organisatorische Stabilität gewährleisten.
Die Keynote von Mirjam Hildbrand und Alexander Keil bietet eine organisationssoziologische Perspektive auf diese Entwicklung. Er fragt nicht, welches Modell das richtige ist, sondern was unterschiedliche Formen von Leitung leisten und wo sie an ihre Grenzen kommen.
Im Anschluss laden wir bei moderierten Tischgesprächen zu einem gemeinsamen Nachdenken ein: über die Wirkungen und Folgen unterschiedlicher Leitungsstrukturen und über die Frage, wie Führung unter den Bedingungen von Transformation künftig gestaltet werden kann.
Tischmoderationen: Cristina Galbiati, Barbara Giongo, Guillaume Guilherme, Laurence Perez, Simon Waldvogel